Gesundheitspraxis Mens Sana

Gesunde Seele - gesunder Körper

Auf dieser Seite finden Sie Fakten und Meinungen zu aktuellen Themen rund um (psychische) Gesundheit:

 

 

Was ist Glück (für mich)?

Glück ist ein großes Wort -  aber auch ein Wort, dessen magische Anziehungskraft in den letzten Jahren Federn gelassen hat, überstrapaziert wurde, für viele abgedroschen klingt. Aber was ist eigentlich Glück?? Auf Wikipedia wird es als Erfüllung menschlichen Wünschens und Strebens definiert. Die darauffolgende seitenlange Erläuterung lässt schnell erkennen, dass es eine einfache Definition davon nicht gibt. Glücksforscher und Vertreter der Positiven Psychologie suchen stetig und seit Jahrzehnten nach Messwerten, Grundpfeilern und Tugenden, die das Glück abbildbar und erklärbarer machen. Fest steht jedoch - nach allen bisherigen sehr komplexen Forschungsergebnissen: Jeder Mensch hat sein ganz eigenes Glücksprofil. Den Weg zum eigenen Glück zu finden ist eine essentielle Kraftquelle, die uns ermöglicht unser wirklich eigenes Leben zu leben, zu lernen und uns selbst zu entfalten. Denn am Ende des Lebens sitzt (im besten Fall) jeder einzelne von uns sinnbildlich in seinem Schaukelstuhl und blickt auf sein Leben zurück... Möchten Sie zum eigenen Gestalter Ihres Glücks werden und später auf ein sinnerfülltes Leben zurückblicken? Unser eigenes Glück wird oft mit Erwartungen aufgeblasen und versperrt uns damit oft die Sicht auf das Wesentliche. Sich auf den Weg zum eigenen Glück zu machen heißt aber auch, Komfortzonen, alte Strukturen und Glaubenssätze zu verlassen - aus einem "Irgendwann" kein "Nie", sondern ein "Jetzt" werden zu lassen. Darum : MACHEN SIE SICH AUF DEN WEG!

Eine interessante Webseite zu diesem Thema: http://www.ministeriumfuerglueck.de 

Sprechen Sie mich auch gerne in der Praxis an. Ich biete auch Impulsvorträge oder Tagesworkshops zu diesem Thema an.


 

 

 

 

 

 

Burnout - mehr als eine Modeerscheinung??

Das Thema Burnout liegt mir sehr am Herzen. In meiner Praxis bin ich oft mit den Themen Überforderung, Erschöpfung und belastenden Zuständen bei meinen Klienten konfrontiert. 

Aber was ist "Burnout" eigentlich? Als Definition spricht man vom sogenannten Burnout Syndrom, wenn ein Komplex aus unterschiedlichen Symptomen vorliegt, der sich als Folge des Verlusts der körperlichen, emotionalen und geistigen Leistungsfähigkeit einstellt. In diesem Zustand ist es dem Betroffenen nicht mehr möglich, die Energien aus eigener Kraft zu regenerieren (Erholung ist also nicht mehr effektiv). Der Begriff Burnout Syndrom kam erstmals Mitte der 1970er Jahre auf.

Als Betroffene wurden vor einigen Jahren noch bestimmte Berufsgruppen ausgemacht (Lehrer, Sozialarbeiter, Krankenpfleger, Ärzte etc.). Heute ist das Erschöpfungsphänomen in allen Schichten, unabhängig von bestimmten Berufen beobachtbar. Es kann jeden treffen! Nicht nur ein berufliches Umfeld mit viel Leistungsdruck trägt Verantwortung für die Erschöpfung - auch im Privatleben regiert oft Zeit-, Erwartungs- und auch Leistungsdruck, was vielschichtige Ursachen, auch gesellschaftlicher Art, hat. Fest steht: Stress, Überforderung und Leistungsdruck sind zentrale Risikofaktoren und können sich in einer Abwärtsspirale bis hin zum Burnout Syndrom entwickeln.

Es ist zudem nicht außer Acht zu lassen, dass bestimmte Charaktermerkmale eines Menschen ein Burnout begünstigen können. Jeder Mensch verarbeitet Belastung anders und hat auch seine ganz eigene Lebensgeschichte. Deshalb ist es aus meiner Erfahrung wichtig, bei jedem Einzelnen zu differenzieren und nicht die Gießkanne "Burnout" über jedem Kopf gleich auszuschütten. 

Wenn Sie sich schon einmal mit dem Thema beschäftigt haben, dann fällt auf, dass in einschlägigen Ratgebern und zahllosen Internetseiten zu diesem Thema der Hilfs-Tenor aus der "Burnout-Falle" oft Ruhe und "Stressauslöser meiden" sind. Das kann, je nach Persönlichkeit des Betroffenen, ein Lösungsmuster bieten, aber m.E. sollte die Behandlung so individuell erfolgen, wie auch die Ursachen des jeweils Leittragenden individuell sind. Und da kann Ruhe und Stressvermeidung,"eine Auszeit", auch gefährlich sein und ins Gegenteil führen. Ich habe in meiner Praxis schon oft gehört, dass Ratschläge nach Ruhe und Auszeit verunsichern. Wenn sich Klienten in fortgeschrittenen Zuständen der Erschöpfung befinden, wissen sie z.T. gar nicht mehr, wie das gehen soll, oder, wie sich dieser Zustand überhaupt anfühlt. Das wiederum verursacht weiteren Stress, Zweifel an der eigenen Person und zieht die Spirale weiter runter.

Ferner halte ich es für sehr wichtig, genau zu differenzieren. Laut WHO gibt es das Burnout Syndrom nicht im internationalen Diagnoseklassifizierungssystem. Es ist unter dem Diagnoseschlüssel "273.0, Abschnitt Z (quasi "sonstiges) aufgeführt und enthält "Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führen". Somit erhält das Burnout Syndrom den Charakter eines Einflussfaktors, aber keiner eigenständigen Krankheit (zumindest nicht nach der Definition der WHO). Das kann beim Gang zum Arzt so manche Schwierigkeit mit sich bringen und im schlechtesten Fall fühlt sich der Betroffene am Ende nicht gesehen und noch mehr als "falsch", im Mangel und voller Schuldgefühle als ob des Zustandes eh schon.

Wichtig ist es, dass eine Differenzialdiagnostik zur Depression (und auch Anpassungs- und Belastungsstörung) erfolgt, da hier die Behandlung, das Vorgehen und der Therapieverlauf z.T. different sind.

Bei allem ist es m.E. als allererstes wichtig, dass der Klient den Zustand erst einmal so annimmt, wie er gerade ist. Widerstand und Kampf sind oft auf der Tagesordnung, aber das führt zu noch mehr, eh schon vorhandenem, Druck. Die Annahme ist aus meiner Erfahrung der erste und notwendige Schritt, damit eine Zustandsveränderung geschehen kann. Erst dann kann man sich auf den ganz individuellen Weg machen- hin zur "Heilung".

Ich habe schon einige Male erleben dürfen, wie und woher diese Wege verlaufen sind. Bei allen von mir Begleiteten hat mich beeindruckt, wie aus den ganz individuellen Lebensgeschichten bei allen ein Bewusstsein der Eigenverantwortung (in verschiedenen Facetten) entstanden ist. Raus aus einer "Opferhaltung" hin zu einer Handlung.

Zum Schluss möchte ich sagen, dass ich die Häufigkeit des Phänomens "Burnout Syndrom" und auch Depression (mit all ihren Ausprägungen) erschreckend finde und auch (neben vielen Einflussfaktoren) zu einem großen Anteil als gesellschaftliches Phänomen ausmache. Wir leben in einer sehr schnelllebigen Welt mit hohen, stetig steigenden Anforderungen, zu denen wir als Mensch z.T. gar nicht gemacht sind. Wir verlieren uns im Außen und das birgt das Problem. Deshalb ist es aus meiner Sicht so wichtig, sich genau zu kennen und um seine Fähigkeiten, Grenzen und Kapazitäten zu wissen und für diese auch einzustehen. Das ist die beste Prävention und birgt mehr Potenzial als nur Ruhe und Auszeit.

Hier ein interessanter Link zum Thema :   http://www.naturheilmagazin.de/natuerlich-heilen/krankheiten-a-bis-z/burnout-stress.html

Unter dem Menüpunkt "Literatur" finden Sie noch weiter Buchempfehlungen zu diesem vielschichtigen Thema.



Nötiger Kulturwandel in der Arbeitswelt - neurobiologische Erkenntnisse

Schon seit langer Zeit beschäftige ich mich mit dem Thema "Gehirnforschung". Seit einigen Jahren verfolge ich den deutschen Neurobiologen, Gerald Hüther, der auf dem Gebiet der experimentellen Hirnforschung arbeitet 

Zusammen mit dem Journalist, Organisationsberater und Coach, Sebastian Purps-Pardigol, befasst sich Hüther stark mit dem Thema "Kulturwandel in Unternehmen und Organisationen". Anlass, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen ist die Auffassung, dass sich in unserer Gesellschaft auf allen Ebenen tiefgreifende Veränderungen vollziehen. Althergebrachte Denkstrukturen, Wertevorstellungen und auch Institutionen verlieren ihre ursprüngliche Bedeutung - die Globalisierung stellt uns vor große Herausforderungen. Auf der anderen Seite sind wir als Mensch in allen Lebensbereichen immer größeren Anforderungen ausgesetzt, die wir nur in einem gesunden Zustand in der Lage sind zu bewältigen. 

Wie ich vorherigen Artikel bereits zum Thema "Burnout" beschrieben habe, sind immer mehr Menschen überfordert und werden krank. Die Weltgesundheitsorganisation sagt für die nächsten Jahre voraus, dass die Anzahl der psychischen Krankheiten bald die der Physischen übersteigen wird, was nicht nur Auswirkungen auf den einzelnen Mensch hat, sondern auch auf die Gesamtwirtschaft (bereits heute haben deutsche Unternehmen mit Ausfallkosten in zweistelliger Milliardenhöhe zu kämpfen).

Hüther und Purps-Pardigol plädieren für einen anderen Weg - für eine mitarbeiterorientierte und inspirierende Beziehungs- und Führungskultur in Unternehmen. Nur so werden Mitarbeiter motiviert, kreativ, engagieren und identifizieren sich mit dem Unternehmen. Und bleiben am langen Ende gesund! 

Wenn Sie das Thema und vor allem auch die Zusammenhänge von Motivation und Gehirn interessiert, schauen Sie in meine Literaturliste zu diesem Themengebiet.

Vor allem empfehlenswert ist das Buch von Purps-Pardigol "Führen mit Hirn"


Hier noch interessante Links (Youtubebeiträge von Gerald Hüther)

http://faktor-a.arbeitsagentur.de/richtig-fuehren/gerald-huether-mitarbeiter-motivieren/

http://m.youtube.com/watch?v=shh31MTUL3M

 

 

 

Schule im Wandel - Lernen in unserer neuen Zeit geht mit Individualität und Begeisterung

Dinge, die uns interessieren, Spaß machen, uns begeistern und uns motivieren, beflügeln unseren Eigenantrieb wie kaum etwas anderes. Unser Gehirn benötigt vor allem Begeisterung, um nachhaltig zu lernen. Die Hirnforschung hat herausgefunden, dass unser Gehirn kein durch ständiges Üben zu trainierender Muskel ist, sondern die Aktivierung dann stattfindet, wenn derjenige, der lernt, es für sich selbst als wichtig beurteilt. Denn dadurch fühlt man sich berührt, was zur Folge hat, dass die emotionalen Zentren angeregt werden. Genau dieser Vorgang führt im Gehirn dazu, dass eine Art "Dünger" ausgeschüttet wird, und im Zustand dieser Begeisterung das damit in Gang gesetzte Netzwerk dazu bringt, das Gelernte auch gut zu behalten. Ein Lernen unter Druck, so wie es in unserem derzeitigen Schulsystem vorherrscht, ist dieser Erkenntnis zur Folge also wenig sinnvoll.

Es gibt in den letzten Jahren viele Initiativen und Zusammenschlüsse von Menschen, die sich für eine neue Kultur von Schule aussprechen und engagieren. Neben der vorgenannten Erkenntnis ist auch unser gesellschaftlicher Wandel ein Thema. Der Hirnforscher, Gerald Hüther, sagt: "Unser Schulsystem produziert leidenschaftslose Pflichterfüller". Er ist der Auffassung, dass auch Noten wenig über einen Schüler und dessen Qualitäten und Talente aussagen - außer, dass meist diejenigen gute Zensuren haben, die sich am besten an die Systemanforderungen anpassen können. Oft seien es jedoch genau auch diejenigen, die zwar gut funktionieren, jedoch darüber ihre tatsächlichen Vorlieben und Leidenschaften verloren haben, so Hüther. Und wie sollen sich diese Kinder und Heranwachsenden später in einer Arbeitswelt orientieren, bzw. wie sollen sie zu einem Beruf finden, der wirklich zu ihnen passt und auch langfristig die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft sichert?  Unsere "neue Arbeitswelt der Zukunft" braucht kreative Querdenker mit Sozialkompetenz und Verantwortungsgefühl. Alle drei Attribute werden in unserem gegenwärtigen Schulsystem nicht vermittelt. Auswendiglernen und angepasst sein statt querzudenken, Konkurrenz und Druck schüren statt emotionale und soziale Kompetenz zu leben - und Verantwortung: die sollen meist noch die Eltern tragen, wenn es nicht funktioniert.

Aber es gibt auch Lösungen und Vorbilder: Finnland macht es vor -  Helsinkis Schulmanagerin hat ein neues Konzept in der Umsetzung, wo es darum geht, dass sowohl Schüler als auch Lehrer wieder Freude am Lernen gewinnen, denn auch Lehrkräfte seien Leittragende des alten Systems. In Finnland wurden bis jetzt 70% der Lehrer für den neuen Ansatz ausgebildet und die jüngste Pisa-Studie gibt der neuen Schulkultur mit Platz 1 recht.

Es ist zu hoffen, dass sich solche Systeme zukünftig auch bei uns in Deutschland durchsetzen! 

Wer sich für dieses Thema interessiert :

http://www.schule-im-aufbruch.de

http://www.schule-der-zukunft.org

http://www.youtube.com/watch?v=WE-zHN04tD0

 

 

 

 Vier Fragen die helfen können

Wir Menschen leiden häufig, weil wir glauben, etwas sollte anders sein, als es ist. Wenn wir Widerstand leisten gegen das, was ist, kostet das enorm viel Kraft und unsere Aufmerksamkeit  focussiert sich darauf. Statt den oft hoffnungslosen Versuch zu starten, die Welt so zu verändern, wie sie unseren Gedanken gemäß sein sollte, können wir diese Gedanken besser einmal hinterfragen und offen sein für die Antworten, die kommen. Die amerikanische Bestsellerautorin, Byron Katie hat die wirksame Methode "The Work" entwickelt, die uns dabei unterstützen kann.

Haben Sie aktuell ein Problem, oder einen Widerstand? Dann nehmen Sie sich 10 Minuten Zeit und stellen sich folgende Fragen zu Ihrem ganz persönlichen Thema:

  • Ist dieser Gedanke wahr?
  • Kann ich mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist?
  • Wie reagiere ich oder was passiert, wenn ich diesen Gedanken glaube?
  • Wer wäre ich ohne diesen Gedanken?

Wenn Sie diese Selbst-Coaching Methode anwenden, werden Sie sehen, dass die Lösung eines Problems durch einen Perspektivwechsel gelöst werden kann, denn all unsere Glaubenssätze können wir so hinterfragen und letztendlich auch bewusst auflösen.

Gerne informiere ich Sie über diese Methode in meiner Praxis und biete ein unterstützendes Coaching an!

Weitergehende Informationen finden Sie hier und unter dem Menüpunkt "Literatur"

 

http://www.thework.com
















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